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System der Reisintensivierung

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Das System der Reisintensivierung (SRI) ist eine klimaschonende, agro-ökologische Reisanbaustrategie. Damit stellt es eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Reisproduktionsmethoden dar. SRI hat das Potenzial, den Wasserbedarf zu senken, die Bodenproduktivität zu steigern und die Abhängigkeit von Kunstdünger und anderen Agrochemikalien zu verringern. Dies hat weitere positive soziale Auswirkungen, wie die Erhöhung des Haushaltseinkommens und die Senkung der mit der Landwirtschaft verbundenen Kosten.

Schalten Sie Ihre Lautsprecher/Headset für diesen interaktiven Multimedia-Vortrag ein, der aus 3 Teilen besteht. Am Ende der Vorlesung haben Sie die Möglichkeit, Ihr Wissen im Vorlesungsquiz zu testen.

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Hintergrund zur SRI-Reisanbaumethode

SRI ist nicht nur eine Methodik, sondern eine Reihe von Praxisempfehlungen. Es basiert auf vier miteinander verbundenen Hauptprinzipien:

  1. Frühe, schnelle und gesunde Pflanzengründung
  2. Reduzierte Pflanzendichte
  3. Verbesserte Bodenverhältnisse (hoher Gehalt an organischer Substanz)
  4. Reduzierter und kontrollierter Wasserverbrauch (nachhaltige Bewässerung)

Die Methode stammt aus Indien, China, Äthiopien, Malaysia und Madagaskar, aber das SRI verbreitet sich. Eine wachsende Zahl von Erfahrungsberichten dokumentiert diese Vorteile: eine Ertragssteigerung von bis zu 100 %, bis zu 50 % Wassereinsparung und eine deutliche Reduzierung des erforderlichen Saatgutes um bis zu 90 %. Darüber hinaus sorgt das SRI für eine bessere Widerstandsfähigkeit gegen Wetterextreme. Bis August 2018 wurden mehr als 800 wissenschaftliche Artikel zum SRI veröffentlicht, die dieses Konzept diskutieren. Daher wird die Praxis seit kurzem auch auf andere Kulturen wie Weizen, Tef, Sorghum und Zuckerrohr angewendet, die damals System of Crop Intensification (SCI) genannt wurden.

Über den Dozenten

Tavseef Mairaj Shah ist ausgebildeter Umwelt- und Verfahrensingenieur. Derzeit absolviert er ein Promotionsstudium an der Technischen Universität Hamburg. Sein Forschungsgebiet ist die Agrarökologie und das Ökologische Ingenieurwesen.

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Wenn Sie das Gefühl haben, dieses Thema beherrscht zu haben, aber trotzdem mehr über die ländliche Entwicklung erfahren möchten, schauen Sie sich bitte die weiteren Materialien auf unserer Website an.

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System der Reisintensivierung, Teil 1: Ernährungssouveränität & Klimawandel

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Willkommen zu Teil 1 der interaktiven Vorlesung System der Reisintensivierung (SRI) von Tavseef Mairaj Shah. Dieser Teil untersucht die derzeitigen nicht nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken und erklärt anschließend den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Ernährungssouveränität. Diese Themen werden behandelt:

  • Klimawandel und Landwirtschaft
  • Nicht nachhaltige Praktiken in der Landwirtschaft (Pflügen, Mineraldünger, Wasserüberbeanspruchung)
  • Landwirtschaft als Lebensgrundlage (Südasien)
  • Die Notwendigkeit der Resilienz in Kleinbetrieben (Systemansatz)

Daher gibt Ihnen diese Vorlesung einen Einblick in die landwirtschaftlichen Praktiken, insbesondere in Südasien, und die Notwendigkeit ganzheitlicher Ansätze zur Bekämpfung des Klimawandels. Folglich wird die Relevanz von SRI in der heutigen Zeit diskutiert.

Am Ende aller Teile können Sie Ihr Wissen im Vortragsquiz testen.

Creative Commons LicenseSystem der Reisintensivierung, Teil 1: Ernährungssouveränität & Klimawandel von Tavseef Mairaj Shah ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

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System der Reisintensivierung, Teil 2: SRI-Grundsätze und Relevanz

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Willkommen zu Teil 2 der Vorlesung zum System der Reisintensivierung von Tavseef Mairaj Shah. In diesem Teil erfahren Sie mehr über die Grundprinzipien von SRI und warum es als eine klimaschonende Landwirtschaftsstrategie gilt. Die folgenden Schwerpunktthemen werden behandelt:

  • Einführung in das SRI
  • SRI als klimaschonende Landwirtschaftsmanagementstrategie
  • Boden-, Wasser- und Nährstoffmanagement
  • Resilienz gegenüber dem Klimawandel

So erfahren Sie mehr über Boden-, Wasser- und Nährstoffmanagement und die Bedeutung der landwirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit angesichts des Klimawandels.

Nachdem Sie diesen Teil abgeschlossen haben, können Sie am Vortragsquiz teilnehmen und Ihr Wissen testen.

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System der Reisintensivierung, Teil 3: SRI-Erfolgsgeschichten weltweit

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Willkommen zu Teil 3 der Vorlesung zum System der Reisintensivierung von Tavseef Mairaj Shah. Dieser Teil nimmt Sie mit auf eine Reise, um SRI-Erfolgsgeschichten weltweit zu entdecken. Die folgenden Schwerpunktthemen werden behandelt:

  • Die Verbreitung von SRI in der ganzen Welt
  • Wie SRI die Widerstandsfähigkeit von Kleinbetrieben erhöht
  • Wissenschaftliche Literatur über SRI

So werden Sie erfahren, wie SRI dazu beiträgt, die Widerstandsfähigkeit von kleinbäuerlichen Betrieben zu erhöhen, und in weitere Literatur zu diesem Thema eingeführt.

Nachdem Sie diesen Teil abgeschlossen haben, können Sie am Vortragsquiz teilnehmen und Ihr Wissen testen. 

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Quiz zum System der Reisintensivierung

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Dieses Quiz markiert das Ende des Vortrags zum System der Reisintensivierung von Tavseef Mairaj Shah. Teste, wie viel Du in dieser Vorlesung gelernt hast, indem Du am folgenden Quiz teilnimmst. Du benötigst 70 %, um zu bestehen. Du kannst jederzeit zu den Vorlesungen zurückkehren, wenn du dein Wissen auffrischen musst. Viel Glück!

Creative Commons LicenseQuiz zum System der Reisintensivierung von Tavseef Mairaj Shah ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
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Neuigkeiten

Schöne Feiertage von RUVIVAL

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Nach 3 Jahren wöchentlich neuen Online-Lerninhalten ist RUVIVAL bereit für einen kurzen Urlaub. Wir werden im Januar mit der deutschen Übersetzung unserer Vorlesung System of Rice Intensification (Link auf Englisch), der spanischen Übersetzung unserer Toolbox Sand Dams (Link auf Englisch) und vielem mehr zurück sein! Im Jahr 2020 werden wir unseren Veröffentlichungstag ändern: neue Toolbox-Elemente, Vorlesungssteile oder Neuigkeiten werden dienstags veröffentlicht! Außerdem planen wir ein neues Design!

Happy Holidays from RUVIVAL

RUVIVAL Highlights des Jahres 2019

Erinnerst du dich noch an unsere Neuigkeiten über die Veröffentlichung von 100 Beiträgen (Link auf Englisch)? Nun, das war vor zwei Jahren und inzwischen haben wir 650 Beiträge online! Am Ende des Jahres 2019 ist es Zeit für eine kleine Rückschau. Neben der Veröffentlichung neuer Online-Lerninhalte sind dies unsere RUVIVAL Highlights des Jahres 2019:

Darüber hinaus haben wir an mehreren Veranstaltungen und Konferenzen teilgenommen. Wir können auf ein weiteres erfolgreiches Jahr von RUVIVAL zurückblicken und danken allen Projektpartner*innen. Frohe Feiertage von RUVIVAL!

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Kilifi

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An der Kilifi-Bucht führten die Kilifi-Tänzer*innen “Maji ni Uhai” (Wasser ist Leben) auf. Ziel war es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie Wasser gespart und genutzt werden kann.

Creative Commons LicenseMaji ni Uhai von Rebella Afrique Media ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Mit einem traditionellen Giriama-Song als Musik war die Performance eine Verschmelzung von traditionellem und modernem Tanz. Der Choreograph Mohamed Ismat mischte diese verschiedenen Stile zu einem atemberaubenden Tanz mit einer klaren Botschaft: “Wasser ist Leben, nutze es nachhaltig”.

Der Ort der Aufführung ist symbolisch. Die Kilifi Bucht ist ein wichtiges Küstengewässer, nicht nur für die Gemeinde Kilifi, sondern auch für die ganze Welt. Das Wasser fließt in den Indischen Ozean und verbindet Kilifi mit Menschen auf der ganzen Welt! Die Bewohner*innen schätzen die Bucht wegen der vielen Ressourcen und der Schönheit, die sie bietet.

Für die Gemeinde ist die Bucht noch wertvoller, da Kilifi sehr dürregefährdet ist. Jeder Tropfen Wasser ist extrem wichtig. Um ihr Wasser zu schützen, haben die Bewohner*innen eine wöchentliche Strandreinigung organisiert. Die Tanzaufführung ist ein weiterer Schritt zur Sicherung ihrer Zukunft.

Creative Commons LicenseMaji ni Uhai Images von Rebella Afrique Media sind lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Hintergrund: Künsterl*innen aus Kilifi, Kenia

Die Kilifi Tänzer*innen sind eine interessante Mischung aus Freiwilligen, Jugend- und Gemeindegruppen sowie lokalen Tanzgruppen. Die Truppe wurde speziell für diese Veranstaltung gebildet.

Der Leiter des Standorts, Mwanase Ahmed, arbeitete mit lokalen Naturschutzinitiativen, der lokalen Universität, Umweltclubs, der lokalen internationalen Schule, der lokalen Regierung und der Kilifi-Gemeinschaft zusammen, um das Bewusstsein für diese Wasserprobleme zu stärken.

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Diani

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Schüler*innen des Peace Village Education Center führten “Maji, Maji” am 15. Juni in Diani, Kenia auf. Im Rahmen einer Sensibilisierungskampagne verdeutlichte die Performance die Knappheit an Süßwasser in der Region.

Creative Commons LicenseMaji Maji von Fred Mwenda sind lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Die Performance wurde in 4 Teile aufgeteilt:

  1. ein Call and Response Lied auf Kisuaheli,
  2. der Global Water Dance,
  3. einen lokalen Tanz und
  4. einen partizipativen Tanz mit dem Publikum.

Die Peace Village Primary School befindet sich im Maweni-Viertel von Diani. Maweni erlebt marginale und absolute Armut; viele Bewohner*innen haben kein fließendes Wasser in ihren Häusern. Falls es fließendes Wasser gibt, ist es normalerweise versalzt. In diesem Gebiet ist der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen begrenzt, versalzt und oft überteuert. Der Soa-Song, der im dritten Teil der Performance verwendet wird, wurde kreiert, um das Bewusstsein für Mawenis Wasserprobleme zu wecken. Während des Refrains rufen die Kinder “Maji, Maji”, was auf Kisuaheli “Wasser, Wasser” bedeutet.

Creative Commons LicenseMaji Maji Images von Fred Mwenda sind lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Hinergrund: Künster*innen aus Diani, Kenia

Kate Bouchier war die Leiterin und Choreographin für diese Veranstaltung. Sie repräsentiert auch Family Thing.

Family Thing nutzt Tanz als Vehikel, um Möglichkeiten für Empowerment, Unterstützung und das Gefühl der Zugehörigkeit zu marginalisierten, stigmatisierten und/oder schutzbedürftigen Menschen zu schaffen.

Die Tanzenden sind alle Schüler*innen des Peace Village Education Centers. Dies ist eine kleine Schule in Maweni, am Strand von Diani, die mit Kindern aus überwiegend armen Familien in der Umgebung arbeitet.

Weitere Aktivitäten zur Sensibilisierung für das Thema

Die folgenden Aktivitäten wurden vor dem Tanz durchgeführt, um das Bewusstsein für lokale Wasserprobleme zu schärfen:

  • Die Schüler*innen von Peace Village lernten die Bedeutung von sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen kennen.
  • Es wurden Videointerviews durchgeführt, in denen die Schulkinder und die lokalen Mitglieder der Gemeinde gefragt wurden, was ihrer Meinung nach die wichtigsten wasserbezogenen Themen sind.
  • Es wurden Poster und Flyer erstellt, die die Bedeutung von sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen unterstreichen.
  • Es wurden Gespräche über die lokale Sandgewinnung geführt, bei der Sand gesammelt oder aus den lokalen Riffen gewonnen wird.
  • Informationen wurden auf lokalen Websites und Facebook-Seiten, einschließlich der öffentlichen Gruppen Dianis, veröffentlicht.

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Motakondur

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Schüler*innen der Zilla Parishad High School in Motakondur, Indien, traten am 15. Juni auf. Organisiert von Divya Sree Madichati und choreographiert von Sriman, konzentrierte sich der Tanz auf die Bedeutung von Trinkwasser.

Creative Commons LicenseMotakondur Video von Sathish ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Das Hauptziel war es, das Bewusstsein für den Mangel an sauberem Trinkwasser zu schärfen und dessen Bedeutung zu unterstreichen. In Motakondur ist der Fluorgehalt im Wasser 10-20 mal höher als die in den WHO-Vorschriften erlaubte Menge; daher ist Fluorose üblich.

Fluorose betrifft die Zähne und Knochen, vor allem bei Kindern unter neun Jahren. Langfristige Auswirkungen der Krankheit haben zum Tod vieler Bewohner*innen geführt. Die meisten Bewohner*innen waren sich der Folgen nicht bewusst und tranken daher weiterhin dieses Wasser. Jetzt, nach einer neuen Sensibilisierungskampagne der Regierung, begannen die Bewohner*innen, nach Wasser zu suchen, das frei von Fluorid und Verunreinigungen ist.

Das meiste Wasser in diesem Gebiet ist fluoridiert, und die Behandlung zur Entfernung von Fluorid ist teuer, wenn nicht sogar unmöglich. Folglich müssen die Dorfbewohner*innen von Motakondur weite Strecken zurücklegen, um Trinkwasser für ihre Familien zu finden. Wer also nicht über die Mittel verfügt, um zu reisen, muss dieses fluoridierte Wasser verwenden.

Da die Bildung der jüngeren Generation der Schlüssel zur Vorbeugung von Fluorose ist, wurde die GWD Veranstaltung an der örtlichen High School durchgeführt. Um nicht-fluoridiertes Wasser zu sammeln, müssen die Mitarbeiter*innen mehr als 20 Kilometer laufen, um Trinkwasser für die Schule bereitzustellen. Das Wasser wird dann in einem Tank gespeichert, wo die Schüler*innen darauf zugreifen können.

Creative Commons LicenseMotakondur Images von Divya Sree Madichati, Satheesh Ankam und Srimanprasanna Kumar Marumamula sind lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Hintergrund: Künstler*innen aus Motakondur, India

Die Darsteller*innen waren Schüler*innen der Zilla Parishad High School. Sie bestanden sowohl aus Tänzer*innen als auch aus Musiker*innen. Die Dorfbewohner*innen komponierten das Lied Puvvula Bomma für den Tanz.

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Durban

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Die KwaMashu School of Dance Theatre führte in Durban eine fünfteilige Performance auf. Der Choreograph und künstlerische Leiter, Vusi Makanya, konzentrierte sich auf die Dürren, die in der Region vorherrschen.

Creative Commons LicenseSouth Africa in Drought Images von Youngstar Production ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Südafrika ist ein Land an der Südspitze Afrikas. Es ist die Heimat von 49 Millionen Menschen. Da immer mehr Menschen aus ländlichen Dörfern in die Städte ziehen, steigt der Druck auf Durban den Wasserbedarf zu decken. Hier ist Umgeni für über 3,5 Millionen Menschen die wichtigste Wasserquelle. Die Bewohner*innen sind besonders besorgt über die Wasserknappheit in und um die Stadt.

Das Ziel der Choreographie war es, uns an die Kraft des Wassers zu erinnern, das sich durch unser Leben bewegt. In fünf Abschnitte unterteilt, trug jeder Ablauf eine bestimmte Botschaft:

  1. Einige Leute gehen weite Strecken, um Wasser zu holen.
  2. Wasser ist eine lebenswichtige Quelle des Lebens.
  3. Wie kaltes Wasser für eine durstige Seele, so sind auch gute Nachrichten aus einem fernen Land.
  4. Dürren sind tödlich.
  5. Frisches Wasser ist notwendig für das Trinken.

Diese Veranstaltung schärfte das Bewusstsein für die Rolle, die Wasser bei der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung spielt, um die Einstellungen und Verhaltensweisen der Menschen zu verändern.

Creative Commons LicenseSouth Africa in Drought Images von Vusi Makanya sind lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Hintergrund: Künstler*innen aus Durban, Südafrika

Die KwaMashu School of Dance Theatre (KMSDT) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Durban. Ziel von KMSDT ist es, durch Auftritte im öffentlichen Raum kulturelle Veranstaltungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus bietet die Organisation Kindern in der ganzen Stadt die Möglichkeit, das Tanzen zu lernen.

Der Gründer und künstlerische Leiter Vusi Makanya organisierte und choreographierte die GWD-Veranstaltung.

Besonderer Dank gilt dem UMoyo Restaurant und der Abteilung Parks, Freizeit & Kultur der Gemeinde eThekwini.

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Bwaise

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Tänzer*innen des Kawempe Jugendzentrums in Kampala, Uganda, traten auf, um die Bedeutung von sauberem Trinkwasser hervorzuheben. Die Standortleiterin Lennie Kleinen konzentrierte sich auf wasserbürtige Krankheiten wie Cholera und Typhus.

Creative Commons LicenseBwaise Video von Whitsaflicks UG Limited ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Bwaise ist einer der größten städtischen Slums von Kampala. Die Menschen von Bwaise stellen sich täglich Herausforderungen im Bereich Wohnen, Entwässerung, Wasser und Sanitäranlagen. Nach starken Regenfällen kommt es zu schweren Überschwemmungen, die zu Ausbrüchen von Cholera und Typhus führen. Bwaise Bewohner*innen müssen sich auf oft verschmutzte unterirdische Wasserströme für den täglichen häuslichen Gebrauch verlassen. Bis heute verfügt Bwaise nicht über ein Rohrleitungssystem.

Während der Performance verwendeten die Tänzer*innen des Kawempe Jugendzentrums verschiedene Tanzstile. Sie kombinierten traditionelle Tänze mit zeitgenössischen Techniken. In traditioneller Kleidung trugen die Darsteller*innen Tonwassertöpfe und Kanister als Medium, durch das sie ihre Botschaft vermitteln konnten. Die Veranstaltung fand in der Nähe eines zentral gelegenen, stark verschmutzten Gewässers statt, an dem jede Minute Tausende von Menschen vorbeikommen.

Creative Commons LicenseBwaise Images von Whitsaflicks UG Limited sind lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Hintergrund: Künstler*innen aus Kampala, Uganda

Das Jugendzentrum Kawempe nutzt den Tanz, um die Gemeinschaft zu beeinflussen. Die Mitglieder sind im Alter von 14 bis 24 Jahren und bestehen aus 15 Tänzer*innen und fünf Trommler*innen. Die Gruppe zielt darauf ab, die Gemeinschaft zu motivieren, ihr Leben und ihre Umwelt zu verbessern.

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Neuigkeiten

RUVIVAL kooperiert mit Global Water Dances

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RUVIVAL und Global Water Dances (GWD) arbeiteten zusammen, um acht Standorte während der GWD-Veranstaltung 2019 zu unterstützen. In Asien und Afrika gelegen, choreographierte jeder Ort eine Performance, um ein lokales Wasserproblem hervorzuheben.

Heute haben wir unsere Community-Seite aktualisiert, um Gemeinschaftsprojekte darzustellen, die sich mit der Sensibilisierung für dringende Themen wie Wasserknappheit, Umweltverschmutzung und andere wasserbezogene Themen befassen. Weitere Informationen zu diesem Projekt findest du auf unserer neuen Community-Projektseite mit den ersten drei Beiträgen zu den Standorten in Johannesburg, Beach House und Ganvié. In den nächsten drei Wochen werden jeden Donnerstag weitere Videos von den Projektstandorten folgen.

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Ganvié

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Ganvié liegt auf der Oberfläche des Nokoué-Sees im Süden Benins. Die Tanzgruppe Missimidé de Ganvié führte Atchi (einen ortsspezifischen Tanz) auf, um die Botschaft “Willkommen im Wasser” zu senden.

Creative Commons LicenseAtchi von SunRise Films ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Im achtzehnten Jahrhundert flohen viele Beniner*innen vor den Sklavenangriffen an der Küste zum Nokoué-See. Hier gründeten sie ein blühendes Dorf am See. Im Laufe der Zeit haben die Bewohner*innen eine Gemeinschaft mit dem Wasser gebildet.

Aber das Leben ist nicht perfekt; das Wasser im Nokoué-See ist salzig. Daher können die Bewohner*innen ihr Wasser nicht trinken. Um den See herum wurden Brunnen gebohrt, die jedoch nicht mehr produktiv sind. Um zu überleben, machen sie lange Bootsfahrten auf der Suche nach frischem Wasser und kehren mit Trinkwasserbehältern beladen zurück. Es ist schon paradox: auf dem Wasser zu leben, aber nichts zu trinken zu haben.

Die Performance ist ein Spiel auf diesen Bootsfahrten. Der Tanz ist eine Nachahmung des Alltags, den die meisten Bewohner*innen machen müssen, nur um sauberes Trinkwasser zu bekommen.

Creative Commons LicenseAtchi Images von SunRise Films sind lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Hintergrund: Darsteller von Ganvié, Benin

Missimidé de Ganvié ist eine lokale Tanzgruppe, bestehend aus Tänzer*innen und Musiker*innen. Der Choreograf François Gnonlonfoun stammt aus der Region. Mit dem Wissen und der Erfahrung, die er beim Leben am See gesammelt hat, hat er eine kraftvolle Performance geschaffen.

Zukunftspläne

Ganvié ist nicht der einzige Teil des Landes mit Wasserproblemen. Im Norden wird der Zugang zu Wasser immer schwieriger. Die Grundwasserspiegel sind gesunken, was das Problem verstärkt. In den kommenden Jahren planen SunRise Films und Ayéman Aymar Esse, ihre zukünftigen GWD-Auftritte in der Region Dassa zu organisieren.

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Beach House

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Das Beach House Event fand am Ufer des Victoriasees in Kampala, Uganda, statt. Hier schlossen sich drei lokale Tanzgruppen mit Redner*innen zusammen, um ihre Gemeinde zur Bekämpfung der Wasserverschmutzung zu motivieren.

Creative Commons LicenseMovin’ on Dance von Masinde Deo ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Der Viktoriasee ist einer der größten Seen der Welt. Er ist auch die wichtigste Trinkwasserquelle für Uganda. Jedoch ist die Wasserverschmutzung hier ein großes Problem. Die Verunreinigung durch Einweg-Kunststoffe ist für die Ugander*innen von besonderer Bedeutung.

Die Standortleiterin und Choreographin Jill Pribyl organisierte eine beeindruckende Veranstaltung, um das Bewusstsein für dieses Problem zu schärfen. Tänzerinnen und Tänzer aus dem Soul Ballet Studio, der Clay Dance Company und dem Break Dance Project Uganda trafen sich am 15. Juni und führten mehrere Tänze auf. Die Gastredner*innen, Dr. Tindimugaya, Dr. Bhasdkar, Dr. Gidudu und Stefan Deconinck, sprachen über die Probleme des Victoriasees und wie ein Wandel beeinflusst werden kann.

Die Teilnehmer*innen wurden über die Verteilung von sauberem Wasser in Uganda informiert. Darüber hinaus wurden sie aufgefordert, den Einsatz von Einweg-Kunststoffen zu reduzieren.

Creative Commons LicenseMovin’ on Dance Images von Masinde Deo sind lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Hintergrund: Künstler*innen aus Kampala, Uganda

Die Clay Dance Company ist eine kirchennahe Gruppe, die 2009 gegründet wurde und in Uganda auftritt. Das Soul Ballet Studio befindet sich in Kampala. Das Break Dance Project Uganda ist ein Programm, das mit Jugendlichen im ganzen Land zusammenarbeitet, um einen positiven sozialen Wandel zu fördern.

Dr. Tindimugaya ist ein Vertreter des Ministeriums für Wasser und Umwelt. Dr. Bhasdkar und Dr. Gidudu sind Fulbright-Stipendiaten der Makerere University. Stefan Deconinck ist von der International School of Uganda.

Zukunftspläne

Dr. Tindimugaya war der Eröffnungsredner der Veranstaltung. Er war so inspiriert von der Verwendung des Tanzes zur Förderung eines globalen Themas, dass er versprochen hat, Wege zu finden, den Tanz in anderen Gemeinschaften zu nutzen, um die Verringerung der Umweltverschmutzung zu fördern.

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Johannesburg

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Eine lokale Theatergruppe, Sketch Productions, führte Droogfontein auf, um das Bewusstsein für die wasserbedingten Probleme Johannesburgs zu schärfen. Die künstlerische Leiterin Hannah Nokwazi van Tonder konzentriert sich bei dieser Performance auf die Themen Wasserknappheit und mangelnde Wasseraufbereitung.

Creative Commons LicenseDroogfontein von Cody van Wyk ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Droogfontein, bedeutet übersetzt trockener Brunnen und ist ein geeignetes Wortspiel. Ein gut funktionierendes Wortspiel, da viele Orte in Südafrika “Fontein” in ihrem Namen haben. Der Name ist auch ein Kommentar zum Kapitalismus. Es gibt kein neues Land, das “Fontein” genannt werden kann, dennoch nutzen die kapitalistischen Eigentümer*innen die Brunnen weiterhin, bis sie trocken sind, so dass für den Rest wenig bis gar nichts übrig bleibt. Wir als Menschen können nicht mehr die Quellen der Lebensgrundlage finden, die wir so dringend brauchen.

Die Darsteller*innen sind Bewohner*innen der fiktiven Stadt Droogfontein. Sie suchen nach der wahren Quelle des Lebens, einem Wasserbrunnen. Aber die Menschen sind nicht perfekt, und so wird die Quelle ausgenutzt und als selbstverständlich angesehen. Wird die Gemeinschaft die Bedeutung des Schutzes dieses kostbaren Wassers erkennen oder ist der Name Droogfontein eine Prophezeiung?

Creative Commons LicenseDroogfontein Images von Masego P. Chale sind lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Hintergrund: Künstler*innen aus Johannesburg, Südafrika

Hannah und ihre Choreographen Quinton S. Manning und Joel Leonard arbeiteten zusammen mit einem Team von acht Künstler*innen im Alter von 11 bis 26 Jahren, um diese Performance sehenswert zu machen. Alle kommen aus der Gruppe Sketch Productions.

Eine Nachricht von der Künstlerischen Leiterin

Ich erinnere mich an die erste Dürre, die ich je erlebt habe. Die Wasserkrise war so schlimm, dass wir jede Woche warten mussten, bis Lastwagen in die Stadt kamen und uns Wasser brachten. Aber das war nicht kostenlos; wir mussten dafür große Summen zahlen. Von diesem Moment an habe ich darauf geachtet, dass ich nicht nur über Wasserknappheit, sondern auch über die menschlichen Auswirkungen der Wasserkrise spreche. Bis heute erlebe ich Probleme. Wo ich jetzt wohne, sehen wir immer Wasser auf der Straße, das weniger nach Wasser, sondern eher nach Abwasser riecht. Außerdem haben wir ständig Wasserknappheit, was uns nicht weiter bringt.

Ich war demütig, Teil der Global Water Dances Community zu sein. Bei der Inszenierung von Droogfontein ging es mir weniger darum, eine Performance zu geben, als vielmehr darum, das Bewusstsein für die Wasserprobleme von Johannesburg zu schärfen. Viele Male sehen wir die Stadt als dieses alles gebende, traumhafte Konstrukt, auch wenn sie oft nicht für unsere täglichen Bedürfnisse sorgt. [Hannah Nokwazi van Tonder; Originaltext auf Englisch]

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Lehmbau Quiz

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Dieses Quiz bildet das Ende der Vorlesung von Madiana Hazoume zum Thema Lehmbau. Teste, wie viel du in dieser Vorlesung gelernt hast, indem du am folgenden Quiz teilnimmst. Du brauchst 70 % richtige Antworten, um zu bestehen. Du kannst jederzeit zu den Vorlesungen zurückkehren, wenn du dein Wissen auffrischen willst. Viel Glück!

Creative Commons LicenseLehmbau Quiz von Madiana Hazoume ist lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Übersicht

Vorlesung Lehmbau

Interaktive Vorlesungen

Interaktive Vorlesungen

Teil 1

Lehm als Baustoff


Teil 2

Lehmbautechniken



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Lehmbau, Teil 2: Lehmbautechniken

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Willkommen zu Teil 2 der Vorlesung über Lehmbau von Madiana Hazoume. In diesem Teil lernst du mehr über die grundlegenden Techniken des Lehmbaus. Die folgenden Fragen werden in dieser Vorlesung beantwortet:

  • Wie lässt sich prüfen, ob die Erde für den Bau geeignet ist?
  • Welche Techniken sind für welche Erde geeignet?
  • Welche sind weltweit die wichtigsten Lehmbautechniken?
  • Welche sind Best Practice Beispiele?
  • Welche bekannten Architekt*innen und Bauunternehmen bauen mit Lehm?

Du lernst festzustellen, ob Lehm ein geeigneter Baustoff für deine Baustelle ist. Darüber hinaus kannst du die geeignete Technik für verschiedene Arten von Lehm auswählen.

Nach dieser Vorlesung kannst du dein Wissen in einem Quiz testen.

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Quiz

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Vorlesung Lehmbau

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Teil 1

Lehm als Baustoff



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Lehmbau, Teil 1: Lehm als Baustoff

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Willkommen zu Teil 1 der interaktiven Vorlesung über Lehmbau von Madiana Hazoume. In diesem Teil werden die Eigenschaften von Lehm und die Nachhaltigkeit von Lehmbauten vorgestellt. Die folgenden Fragen werden in dieser Vorlesung beantwortet:

  • Was ist Lehm?
  • Wo und wann wurde Lehm als Baumaterial genutzt?
  • Wie kann Lehm die thermischen Eigenschaften eines Gebäudes verbessern?
  • Warum ist Lehm ein nachhaltiges Material?

Folglich bietet dir diese Vorlesung historisches Hintergrundwissen und praktische Beispiele. Darüber hinaus wird ausführlich auf die Verwendung von Lehm zur Wärmedämmung eingegangen.

Am Ende beider Teile kannst du dein Wissen in einem Quiz testen.

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Teil 2

Lehmbautechniken


Quiz

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Vorlesung Lehmbau

Interaktive Vorlesungen

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Lehmbau

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Lehm ist ein natürliches Material, das seit der Antike im Bauwesen verwendet wird. Er besteht aus einem verdichtetem Gemisch aus feuchtem Ton und Sand. Lehm ist ein ausgezeichneter Baustoff, da er viele ähnliche Eigenschaften wie Beton hat. Er eignet sich besonders gut in Ländern mit einem heißen Klima. Eine Vielzahl von Lehmbautechniken existieren und entwickeln sich bereits seit Jahrhunderten.

Schalte deine Lautsprecher/Kopfhörer an, um diese interaktive Vorlesung zu hören. Die Vorlesung besteht aus 2 Teilen. Am Ende kannst du dein Wissen in einem Quiz testen.

Teil 1

Lehm_als_Baustoff

Teil 2

Lehmbautechniken

Quiz

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Hintergrundwissen zu Lehm als nachhaltiger Baustoff

Obwohl Lehm bereits seit langer Zeit als Baustoff genutzt wird, gewann diese Technik erst vor kurzem Aufmerksamkeit. Lehm ist umweltfreundlich und ermöglicht signifikante Energieeinsparungen im gesamten Lebenszyklus. Daher kann Lehmbau ein Eckpfeiler des ökologischen Bauens sein.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Mauerziegeln wird das Erde-Wasser-Gemisch im Lehmbau nahezu naturbelassen verwendet. Dass Lehm ein beständiger Baustoff ist, beweisen reichlich historische und zeitgenössische Beispiele. Berühmte Bauwerke aus Lehm sind beispielsweise der Fujian Tulou in China und das neue Ricola Kräuterzentrum in der Schweiz entworfen von den bekannten Architekten Herzog und de Mauron.

Dennoch wird die Umstellung von Zement auf Lehm nicht nur technische Herausforderungen bewältigen, sondern auch kulturelle Hürden abbauen müssen. Eine zentrale Aufgabe ist es das Vorurteil zu widerlegen, Lehmbau erfülle nicht die Anforderungen zeitgenössischer Architektur. Darüber hinaus muss mit dem Glauben gebrochen werden Zement sei der bessere Baustoff, nur weil er eine neuere Erfindung ist. Trotz dieser Herausforderungen steigt das Interesse an Lehm als Baustoff und Alternative zu Zement stetig.

Über die Dozentin

Madiana Hazoume hält diese zweiteilige Vorlesung über den Lehmbau. Sie ist Dozentin und Projektmanagerin am ICAM Paris 2018 und verantwortlich für den Bereich nachhaltige Gebäude und Städte. Bevor sie zu ICAM gekommen ist, arbeitete Madiana international als Bauingenieurin in Frankreich, Senegal, Madagaskar und Kanada. Ihr Fachgebiet umfasst nachhaltiges Bauen, Tragfähigkeit und Energieeffizienz von Gebäuden.

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RUVIVAL jetzt auch auf Deutsch und Urdu!

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Hallo!

!السلام عليكم

Wir freuen uns, mitteilen zu können: RUVIVAL ist jetzt auch auf Deutsch und Urdu verfügbar!

Wir werden regelmäßig neue E-Learning Materialien auf Deutsch veröffentlichen und beginnen heute mit einer Vorlesung über Lehmbau:

Version auf Deutsch: Lehmbau

Version auf Englisch: Raw Earth Construction

Wir beginnen mit der Veröffentlichung von Vorlesungen und werden im kommenden Jahr Materialien in der Toolbox veröffentlichen.

Zudem sind diese beiden Toolboxen nun auch auf Urdu verfügbar: Traditionelle Regenwassernutzung und dezentrale Abwasserbehandlung.

Version auf Urdu: روایتی بارانی پانی سے کاشتکاری

Version auf English: Traditional Rainwater Harvesting

Version auf Urdu: گندے پانی کا غیر مرکزی علاج

Version auf Englisch: Decentralised Wastewater Treatment

Wenn für einen Beitrag eine Version auf Deutsch oder Urdu verfügbar ist, wird dies oben auf deinem Bildschirm angezeigt.

Von Beginn an ist RUVIVAL bestrebt, ein breites Publikum zu erreichen und die nachhaltige ländliche Entwicklung bekannt zu machen. Jetzt sind unsere Inhalte auch auf Deutsch und Urdu verfügbar. Deshalb begrüßen wir die deutsch- und urdusprachige Gemeinschaft in unserem wachsenden RUVIVAL-Netzwerk.

Lehmbau

Lehmbau

روایتی بارانی پانی سے کاشتکاری

گندے پانی کا غیر مرکزی علاج

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Making-of RUVIVAL

Making-of der RUVIVAL Toolbox Elemente

Veröffentlicht am

Jede Woche veröffentlichen wir neue Elemente in der RUVIVAL Toolbox, die sich mit unterschiedlichen Themen rund um die nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen beschäftigen. Die Toolbox Elemente entstehen in Zusammenarbeit mit Masterstudierenden, Doktorand*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen am Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz (AWW) der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Mehrere Feedbackrunden im Laufe der Produktion sichern unsere anspruchsvollen Qualitätsstandards. Die Inhalte in unserer Toolbox sind daher immer auf dem aktuellen Stand der Forschung. Ziel ist es wissenschaftliche Forschungsergebnisse leicht verständlich und praxisnah aufzubereiten. Wir haben mit einer unserer Studentinnen, Maria Monina Orlina, gesprochen, um herauszufinden, wie es für sie war für RUVIVAL zu arbeiten. Sie hat das Toolbox Element ‚Nachhaltige Bewässerung’ beigesteuert, das als Projektarbeit unter Leitung von Ruth Schaldach während ihres Joint European Master in Environmental Studies, Cities & Sustainability entstand.

Warum hast du dich entschieden für RUVIVAL zu arbeiten?

Im Sommersemester 2016 habe ich zwei Seminare des Institutes für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz besucht. Besonders gefallen hat mir der Kurs Water and Wastewater Systems in a Global Context. Die Studierenden nahmen an einem Planspiel teil, wobei wir eine ökologische Stadt entwerfen sollten – entweder in Wales oder in Äthiopien. Die Idee fand ich wirklich gut, weil jede Gruppe in kleinere Gruppen aufgeteilt wurde, die für einen Teilbereich zuständig waren, beispielsweise Verkehr, Abwasser oder Gebäude. Wir sollten den besten Plan entwerfen, abhängig von den spezifischen Umweltbedingungen an dem jeweiligen Ort. Darüber wurde in der Vorlesung erwähnt, dass ein neues Projekt anstünde, indem Filme erstellt und Videos bearbeitet werden sollten. Ich hatte bereits in der Schule und auch privat Erfahrung mit dem Dreh von Kurzfilmen gesammelt, daher wusste ich sofort, dass ich ein Teil davon sein wollte.

RUVIVAL Toolbox Elements Presentation

Wie war es für dich das RUVIVAL Toolbox Element zu produzieren?

Es war eine Herausforderung, aber es hat auch Spaß gemacht. Ich konnte mehrere Fähigkeiten einfließen lassen, die technischen und die kreativen. Einerseits musste ich recherchieren und schreiben, um ein technisch fundierte Literaturübersicht aus meiner Literaturrecherche zu erstellen. Andererseits mussten Zeichnungen, Photoshop-Bearbeitungen und Stop-Motion Videos hergestellt werden. Dieser Teil hat mir mehr Spaß gemacht, weil es mir die kreativen Aufgaben erlaubt haben meine ‚linke Hirnhälfte’ zu benutzen! Außerdem ist die Zusammenarbeit mit anderen Studierenden bei der Produktion der OER sehr gut, ich konnte mich von ihnen inspirieren lassen, um mir etwas eigenes für mein Element auszudenken.

Was hast du dabei gelernt?

Neben der Vertiefung meiner Fachkenntnisse über nachhaltige Bewässerung, vor allem zu lernen, wie man ein Stop-Motion Video produziert! Das war das erste Mal, dass ich so einen Film gemacht habe.

Warum hast du dir dieses Thema ausgesucht?

Das Thema Bewässerung hat mich schon seit dem College interessiert, da ich einige Kurse dazu besucht habe. Außerdem hatte ich gerade ein Praktikum beim Center for Water-Energy Efficiency in UC Davis California absolviert, als ich anfing für RUVIVAL zu arbeiten. Dort habe ich im Bereich für landwirtschaftliche Nutzung von Grundwasser gearbeitet. Da ich bereits umfangreich zum Thema Bewässerung geforscht hatte, wollte ich darauf aufbauen. Glücklicherweise wollte das Team nachhaltige Bewässerung gerne zum Thema im Projekt machen.

Wie findest du das Projekt RUVIVAL?

Ich denke RUVIVAL ist eine großartige Initiative um die Wissensvermittlung über Online-Plattformen voran zu bringen. Es gibt heutzutage viele Möglichkeiten zu lernen, besonders übers Internet. RUVIVAL geht sogar noch einen Schritt weiter. Mit dem Planspiel kann das Wissen aus den interaktiven Vorlesungen und Videos direkt angewandt werden, indem es zusammen mit Anderen praktisch ausprobiert wird. Der Ansatz ist einfach und für alle zugänglich. Jede*r kann etwas dabei lernen, je nachdem welches Thema von Interesse ist.

Hier findest du das RUVIVAL Toolbox Element, das Monina beigesteuert hat.

Dein Interesse ist geweckt und du würdest auch gerne etwas zu RUVIVAL beitragen? Kontaktiere uns über das Kontaktformular.

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Neuigkeiten

RUVIVAL Neuigkeiten

Veröffentlicht am

RUVIVAL hat jetzt einen Bereich für Neuigkeiten über das Projekt! Hier werden wir Projektankündigungen und wichtige Termine für die Registrierung für die Teilnahme am Planspiel oder die Projektberatung veröffentlichen. Du hast auch die Möglichkeit, in diesem Abschnitt einen Blick hinter die Kulissen von RUVIVAL zu werfen. Die Leute hinter dem Projekt werden vorgestellt, aber auch einige Making-of Beiträge sind geplant. Melde dich für unseren kostenlosen Newsletter an, um keine neuen Lernmaterialien oder wichtige Ankündigungen zu verpassen! Du kannst auch mit uns auf Facebook und Twitter Kontakt aufnehmen, und wenn du es noch nicht getan hast, kannst du hier unsere YouTube und Vimeo Kanäle abonnieren.

Wenn du unsere Materialien gut findest – teile sie gerne. Zudem haben wir das Teilen für dich viel einfacher gemacht: Am Ende jeder Seite klicke einfach auf das Symbol der Plattform, auf der du RUVIVAL-Inhalte teilen möchtest. Verbreite die Beiträge und schaffen mit uns neue, nicht nur bewohnbare, sondern auch lebenswerte Räume!

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Making-of RUVIVAL

Making-of RUVIVAL

Veröffentlicht am

Eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete ist die Antwort auf eine Vielzahl komplexer und drängender Probleme, die eine globale Aufmerksamkeit erfordern. Die Lösungen für diese Probleme sind ebenso komplex und die besten sind diejenigen, die synergistische Verbindungen herstellen und ganzheitliche Lösungen anbieten. Bei der Entwicklung von RUVIVAL wird diese Komplexität erkannt und angegangen, sowohl bei der Analyse von Problemen, als auch bei der Formulierung von Lösungen. Deshalb werden bei der Entwicklung der RUVIVAL Lernelemente verschiedene Tools, Materialien und Stile verwendet, um eine umfassende Lernerfahrung zu ermöglichen. Einige Elemente haben einen eher technischen oder praktischen Charakter, während andere eher theoretischer Natur sind. Einige basieren hauptsächlich auf Text, andere arbeiten mehr mit Bildern.

Die Zusammenarbeit mit Anderen ist ein zentraler Bestandteil der Entwicklung von RUVIVAL als e-learning Plattform, wie sie heute vorzufinden ist. In der Liste der Teammitglieder kannst du alle Mitarbeiter*innen finden. Darüber hinaus hilft die jüngste Projektergänzung, die RUVIVAL Community, wertvolle Wissensquellen und Praxisbeispiele zu liefern.

Hier erfährst du, wie all diese verschiedenen Komponenten bei der Erstellung von RUVIVAL zusammenkommen. Klicke auf eines der Elemente, um mehr zu erfahren:

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