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Johannesburg

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Eine lokale Theatergruppe, Sketch Productions, führte Droogfontein auf, um das Bewusstsein für die wasserbedingten Probleme Johannesburgs zu schärfen. Die künstlerische Leiterin Hannah Nokwazi van Tonder konzentriert sich bei dieser Performance auf die Themen Wasserknappheit und mangelnde Wasseraufbereitung.

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Droogfontein, bedeutet übersetzt trockener Brunnen und ist ein geeignetes Wortspiel. Ein gut funktionierendes Wortspiel, da viele Orte in Südafrika “Fontein” in ihrem Namen haben. Der Name ist auch ein Kommentar zum Kapitalismus. Es gibt kein neues Land, das “Fontein” genannt werden kann, dennoch nutzen die kapitalistischen Eigentümer*innen die Brunnen weiterhin, bis sie trocken sind, so dass für den Rest wenig bis gar nichts übrig bleibt. Wir als Menschen können nicht mehr die Quellen der Lebensgrundlage finden, die wir so dringend brauchen.

Die Darsteller*innen sind Bewohner*innen der fiktiven Stadt Droogfontein. Sie suchen nach der wahren Quelle des Lebens, einem Wasserbrunnen. Aber die Menschen sind nicht perfekt, und so wird die Quelle ausgenutzt und als selbstverständlich angesehen. Wird die Gemeinschaft die Bedeutung des Schutzes dieses kostbaren Wassers erkennen oder ist der Name Droogfontein eine Prophezeiung?

Creative Commons LicenseDroogfontein Images von Masego P. Chale sind lizensiert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
Hintergrund: Künstler*innen aus Johannesburg, Südafrika

Hannah und ihre Choreographen Quinton S. Manning und Joel Leonard arbeiteten zusammen mit einem Team von acht Künstler*innen im Alter von 11 bis 26 Jahren, um diese Performance sehenswert zu machen. Alle kommen aus der Gruppe Sketch Productions.

Eine Nachricht von der Künstlerischen Leiterin

Ich erinnere mich an die erste Dürre, die ich je erlebt habe. Die Wasserkrise war so schlimm, dass wir jede Woche warten mussten, bis Lastwagen in die Stadt kamen und uns Wasser brachten. Aber das war nicht kostenlos; wir mussten dafür große Summen zahlen. Von diesem Moment an habe ich darauf geachtet, dass ich nicht nur über Wasserknappheit, sondern auch über die menschlichen Auswirkungen der Wasserkrise spreche. Bis heute erlebe ich Probleme. Wo ich jetzt wohne, sehen wir immer Wasser auf der Straße, das weniger nach Wasser, sondern eher nach Abwasser riecht. Außerdem haben wir ständig Wasserknappheit, was uns nicht weiter bringt.

Ich war demütig, Teil der Global Water Dances Community zu sein. Bei der Inszenierung von Droogfontein ging es mir weniger darum, eine Performance zu geben, als vielmehr darum, das Bewusstsein für die Wasserprobleme von Johannesburg zu schärfen. Viele Male sehen wir die Stadt als dieses alles gebende, traumhafte Konstrukt, auch wenn sie oft nicht für unsere täglichen Bedürfnisse sorgt. [Hannah Nokwazi van Tonder; Originaltext auf Englisch]

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